Maßnahmen 2007- 2011
Sanierung Mosaiken, Marmorverkleidung und Fussböden im karolingischen Zentralbau Nachdem nach 20 Jahren die äußere Grundsanierung des Domes im Sommer
2006 abgeschlossen werden konnte, müssen wir uns jetzt um die
Innensanierung des karolingischen Zentralbaus kümmern. In den nächsten Jahren werden deshalb die Schmutz- und Fettkrusten
schonend entfernt, die Mosaiken, da wo sie hohl liegen mit Mörtel
hinterfüllt. Die Marmorplatten werden gegen das Eindringen von Feuchte
geschützt, da wo sie sich vom Untergrund gelöst haben, neu befestigt.
Der Bodenbelag im Sechzehneck wird zur Wiederverlegung aufgenommen, die
Unterkonstruktion aus Eisenbetonträgern demontiert und durch eine
neuzeitliche Überspannung ersetzt. Die unter dem Fußboden befindliche
archäologische Wiederauffüllung aus den Jahren 1910/11 wird bei dieser
Gelegenheit bis zu einer Tiefe von ca. 3,50m ausgeräumt. Helmut Maintz
Der Aachener
Dom besitzt ein hochrangige, fast 2500qm umfassende Mosaik- und
Marmorausstattung, entworfen und gestaltet von namhaften Künstlern in
den Jahren 1880-1913. Nach rund 100 Jahren bedürfen sie jedoch der
dringenden Konservierung.
Die Mosaike sind mit einer Schmutz- und
Fettschicht überzogen, in der Schadstoffe insbesondere die Goldtessare
zerstören. Zudem wurden Hohlstellen festgestellt, wo sich das Mosaik von
dem Mauerwerk gelöst hat. Die Marmorplatten sind ebenfalls von einer
Schmutz und Fettschicht überzogen, zusätzlich führt jedoch Luftfeuchte
und Kohlendioxid zu einer Kohlensäureverwitterung, in dessen Verlauf der
Kalkstein aufgelöst und die Oberflächen rauh und matt werden. Weiterer
Substanzverlust führt zur Schwächungen und nachfolgend zu Rissbildungen
in den Platten. Die Fußböden des Sechzehnecks sind über eine Länge von
bis zu 5,00 m gespannte Eisenbetonträgerkonstruktionen von 1910-1912,
die jedoch heute Durchbiegungen von bis zu 5cm aufweisen und somit nicht
mehr als stabil zu bezeichnen sind.
Dombaumeister